Donaucanale für alle!

BürgerInneninitiative Donaukanal


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Donaucanale für alle – Bürgerinitiative Donaukanal kämpft für ordnungsgemäße, partizipative Gestaltung des Donaukanals

 15. Dezember 2017

Pseudo-Ausschreibung, die Großprojekte bevorzugt, stoppen!

Wien (OTS) – Der Donaukanal im Zentrum Wiens hat sich in den letzten Jahren als beliebter Kulturraum für breite Bevölkerungsschichten entwickelt und gut etabliert. Als zentraler Naherholungsraum Wiens unterliegt seine Gestaltung bzw. Nutzung dem 2010 erarbeiteten Masterplan Donaukanal, der die Bedeutung des Erhalts von nichtkommerziellen Nutzungsmöglichkeiten und der vorhandenen Grünflächen hervorhebt. Dies zeigt, dass der Donaukanal ein Stadtgebiet von höchstem stadtplanerischem Interesse ist.

Nun droht jedoch der Ausverkauf des öffentlichen Raums am Donaukanal. Unter Umgehung des Bundesvergabegesetzes und ohne Einbeziehung der Magistratsabteilung für Stadtplanung werden aktuell Interessenten für sechs Gastroflächen gesucht. Dabei bleiben sowohl die Ergebnisse des Masterplans für den Donaukanal als auch die Mitsprachemöglichkeit für die Bezirke und die BürgerInnen auf der Strecke.

Die Kriterien für einen Zuschlag sind klar formuliert: Maximale Investitionssummen führen bei der Interessentensuche zum Erfolg. Somit wird es sich bei den GewinnerInnen der Suche um Investoren handeln, die Großprojekte planen. Zudem ist klar, dass es sich bei möglichst hohen Investitionen nicht mehr um temporäre Bauten, sondern um größere, dauerhafte Architekturen handelt. Der Charakter des Erholungsraumes Donaukanal wird sich mit solchen baulichen Großinvestitionen massiv verändern. Die vorhandenen, sich ständig verändernden, eher temporären Strukturen wirken inkludierend, lassen Neues immer wieder zu und machen damit den Donaukanal zu dem, was er ist und sein sollte: ein Donaukanal für alle!

Darüber hinaus wird auch die laut Masterplan als konsumfreie Zone deklarierte Fläche, auf der derzeit schon das Feuerdorf steht, für eine ganzjährige Nutzung ausgeschrieben, womit noch mehr öffentlicher Raum verloren geht.

Wir von der BürgerInneninitiative Donaukanal sehen in diesem Vorgehen der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz DHK einen Angriff auf die Interessen der Wienerinnen und Wiener und fordern daher:

  • Sofortige Einstellung der sogenannten Interessentensuche
  • Aktive stadtplanerische Gestaltung des Donaukanals unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger.
  • Einhaltung des Masterplans Donaukanal und der Donaukanalpartitur, welche  klar Flächen ohne Konsumationszwang sowie Ermöglichungsräume festlegen.
  • Initiierung eines BürgerInnendialogs, Einbindung der Bezirke und der befassten Magistratsabteilungen zur Erhaltung eines lebenswerten, attraktiven Donaukanals für alle.

In diesem Sinne rufen wir all jene, denen ebenso an diesen Punkten gelegen ist, auf, sich in die BürgerInneninitiative Donaukanal einzubringen!

Hier kannst du dir eine Unterschriftenliste als PDF downloaden und loslegen>>

Info: donaucanale.wordpress.com, facebook.com/donaucanale

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Antwort der Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Mag.a Maria Vassilakou

Unsere Anfrage an Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Mag.a Maria Vassilakou wurde zwischenzeitlich beantwortet!

Aus ihrer Antwort geht hervor, dass der Projektwerber bei der MA 37 um Baubewilligung für das Projekt „Sky Sand“ angesucht hat. Wegen mehrerer schwerwiegender stadtgestalterischer Probleme kommt die MA 19 – Architektur und Stadtgestaltung – wieder zu folgendem Schluss: „Das Projekt stört bzw. beeinträchtigt, entgegen § 85 Abs. 1, 2 und 3 BO, die Eigenart und künstlerische Wirkung des geschichtlich und baukünstlerisch bedeutenden Schleusengebäudes, sowie das örtliche Stadtbild bzw. dessen Einheitlichkeit gravierend.“
Maria Vassilakou schreibt dazu, dass es dem Projektwerber unbenommen ist, weiter an seinem Vorhaben festzuhalten und um eine Baugenehmigung anzusuchen. Sie betont aber auch, dass aufgrund der verschiedenen Beurteilungen eine Verbauung der Donaukanalwiese aus ihrer Sicht nicht vorstellbar ist.

Wir bleiben dran und berichten weiter!


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Anfrage an Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou zum Status des Schutzes der Donaukanalwiese im Zweiten Bezirk

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin!

Als BürgerInnen-Initiative „Am Donaucanale: Wiesen für uns alle“ engagieren wir uns seit Bekanntwerden der Pläne für ein riesiges Gastro-Bauvorhaben namens „Sky and Sand“ auf der Donaukanalwiese beim Schützenhaus im zweiten Bezirk für die Verhinderung des Projektes sowie den Erhalt der Wiese als freien Stadtraum ohne Konsumationszwang, so wie es u.a. in der „Donaukanal-Partitur“ vorgesehen und beschlossen wurde.
Wir begrüßen Ihre Ankündigung, die Entscheidung des von der MA19 beauftragten Fachbeirats, die geltende Bauordnung bzw. den Masterplan Donaukanal, umzusetzen, und den Erhalt dieser zentralen Grünfläche somit zu ermöglichen.
Von AnrainerInnen und interessierten Menschen, die z.B. auf unseren Blog oder unsere Facebook-Seite stoßen, werden wir immer wieder gefragt, ob dieser Status, nämlich, dass das Bauvorhaben definitiv verhindert wird, nun „amtlich“ bzw. wirklich final ist. Deshalb bitten wir um eine Bestätigung bzw. um eine aktuelle Auskunft zum Status Donaukanalwiese. Nicht zuletzt auch um unsere weiteren Aktivitäten als BürgerInneninitiative (z.B. Einholung von weiteren Unterschriften zu den über 6.000 uns bereits vorliegenden für einen Erhalt der Donaukanalwiese) danach orientieren zu können.

Wir sind jederzeit erreichbar und freuen uns auf Ihre Auskunft!
Mit schönen Grüßen vom winterlichen, aber bald wieder ergrünenden Donaukanal,
BürgerInnen-Initiative „Am Donaucanale: Wiesen für uns alle“


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4.11. Vortrag, Diskussion: Konflikt, Kontrolle, Kooperation, Stadtplanung zwischen öffentlichen und privaten Interessen

WIEN MUSEUM, Karlsplatz
Mittwoch 04.11., 18:30
Eintritt frei! Plätze nach Verfügbarkeit

Matti Bunzl (Direktor Wien Museum), Gabu Heindl (Architektin und Architekturtheoretikerin) und Andreas Nierhaus (Kurator für Architektur, Wien Museum)

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Der Abend widmet sich Geschichte und Gegenwart der Stadtplanung am Beispiel Wiens: Welche Konfliktfelder entstehen zwischen öffentlichen und privaten Interessen? Wie viel Kontrolle brauchen Architektur und Stadtentwicklung? Wie könnte Kooperation abseits des neoliberalen Public-Private-Partnership-Modells neu definiert werden?

Gabu Heindl hat neben vielen anderen Projekten gemeinsam mit Susan Kraupp die „Donaukanal Partitur“ entwickelt (2012–2014), in der Gestaltungsleitlinien für den Wiener Donaukanal entwickelt wurden.

Andreas Nierhaus hat zuletzt im Wien Museum die Ausstellung „Der Ring. Pionierjahre einer Prachtstraße“ kuratiert, in der der „Masterplan“ für dieses Areal eine zentrale Rolle spielt.


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21. Juni: KOMM IN DEN GARTEN! DJ-Kollektiv EKLEXTASY lädt ein…

17670_785865481521676_7322925415659088998_nDas DJ-Kollektiv EKLEXTASY lädt am Sonntag 21. Juni von 15:00 bis 21:00 auf die Wiese ein:

„Die letzte große, zentrumsnahe Donaukanalwiese mit alten Bäumen und einer natürlichen Sportstätte soll einer gigantischen Fressbude geopfert werden. Für diesen Bereich ist ganz klar eine nicht-kommerzielle Nutzung vorgesehen – und genau das werden wir tun! Von 15:00 bis 21:00 gibt es Demo, Picknick und Party: Infos und Unterschriftenliste gibt es bei der Bürgerinitiative „Donaucanale für Alle!“, für den Sound sorgt das DJ-Kollektiv EKLEXTASY (facebook-Link), vegane Leckereien gegen freie Spende bringt euch NO MEAT ing (facebook-Link).

Ladet Freund_innen ein, bringt Picknickdecken, Trauben- und Gerstensaft und zieht eure Tanzschuhe an! Für Freiräume statt kommerzielle Fressmeilen!

Petition  Hände weg von der Donaukanalwiese!

mrs.pinkeyes zeigt euch the sunny side of the moon mit italodisko, elektroclash, synthbeats, minimalsounds, trash n’treasures.

grossmeister disko wird für euch indie, elektro, punk, einen schuss old school hip hop und eine prise pop durch den vleischwolf drehen.

die grandiose džana futti sorgt für die ultimative mischung aus post-punk, post-pop, new wave, elektrobeats und tropical sounds.“


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20. Juni: CycleCinemaClub mit „Free Spaces“

Am Samstag 20.6. ab 21:00 ist es endlich (nach wetterbedingtem Ausfall) soweit: Der CycleCinemaClub kommt mit seinem fahrradbetreibenen Sommerkino auf die Wiese am Donaukanal! Gezeigt wird passenderweise der Film „Free Spaces„. Näheres unterhalb…

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„Jetzt geht’s looos, jetzt geht’s looos… der CCC will ein Open Air Kino sein, der Eintritt ist frei und kostet höchstens ein paar Schweißtropfen. Bisher haben leider die Regentropfen unseren Saisonauftakt verhindert, aber jetzt …geht’s looos, am 20. Juni, 21.00 Uhr im Wettsteinpark: die Wienpremiere von “Free Spaces” von Ina Ivanceanu! Topaktuell beim warmen Sommerwetter, wo jede Menge Leute ihr persönliches Stück Entspannung am Wasser mitten in der Stadt suchen.

Regisseurin Ina Ivanceanu folgt Künstlerinnen und Künstlern, die mit Witz und Kreativität ihr Recht auf die Stadt behaupten. Überall geht es um die Rückeroberung des öffentlichen Raums und den Kampf gegen mafiöse und neoliberale Strukturen.“